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Montag, 18.02.2013

Zurück zum Urknall

Grazer PhysikerInnen sind den Geheimnissen der Elementarteilchen, den Bausteinen der Kernmaterie, auf der Spur. Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Grazer PhysikerInnen sind den Geheimnissen der Elementarteilchen, den Bausteinen der Kernmaterie, auf der Spur. Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Uni Graz lädt zu den Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik nach Schladming

Am Anfang war es heiß, Millionen mal heißer als heute im Inneren der Sonne. Quarks und Gluonen, die Bausteine der Kernmaterie, bewegten sich kurz nach dem Urknall noch ungebunden im sogenannten Quark-Gluon-Plasma, bevor sie im Zuge der Abkühlung des Universums zu Protonen, Neutronen und anderen Teilchen auskondensierten. Die Physik dieser Phasenübergänge ist Thema der 51. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik, zu denen die Karl-Franzens-Universität Graz wie jedes Jahr nach Schladming einlädt. Von 23. Februar bis 2. März 2013 treffen sich nun nach der Ski-WM rund 100 PhysikerInnen aus aller Welt, um über neueste Forschungsergebnisse und noch ungelöste Rätsel zur Entstehung des Kosmos zu diskutieren.

 

„99,9 Prozent der sichtbaren Materie bestehen aus Quarks und Gluonen. Die Eigenschaften dieser Elementarteilchen bei hoher Temperatur und Dichte gehören zu den spannendsten Themen der Quantenchromodynamik (QCD)“, informiert Univ.-Prof. Dr. Christof Gattringer aus dem Organisationskomitee der Universitätswochen. Die QCD ist die Theorie, welche die Wechselwirkung von Quarks und Gluonen, den fundamentalen Bausteinen der Materie, beschreibt.

 

Die Arbeitsgruppe „Theoretische Elementarteilchenphysik“ an der Karl-Franzens-Universität Graz ist die stärkste in diesem Forschungsbereich österreichweit. In dem vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Doktoratskolleg (DK) „Hadronen im Vakuum, in Kernen und Sternen“ erhalten ausgewählte NachwuchsforscherInnen eine exzellente Ausbildung, eingebunden in internationale Spitzenforschung. Das DK ist das bundesweit einzige auf diesem Gebiet.

 

Als Organisator der „Schladming Winter School“ bringt das Institut für Physik der Uni Graz jedes Jahr hochkarätige Vortragende in die Steiermark und bietet auch jungen WissenschafterInnen ein Forum für die Präsentation ihrer Forschungsergebnisse und für den gegenseitigen Austausch. Die Veranstaltung genießt in der internationalen Fachwelt einen ausgezeichneten Ruf und unterstreicht einmal mehr das Renommee der Grazer Teilchenphysik.

 

Mitveranstalter der Winterschule ist das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, gefördert wird sie unter anderem auch von der Steiermärkischen Landesregierung und der Stadtgemeinde Schladming.

 

51. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik

„Extreme QCD in and out of Equilibrium“

Zeit: 23. Februar bis 2. März 2013

Ort: Schladming

>> nähere Informationen

Erstellt von Gudrun Pichler

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